Sieben Vögel

Günter Grass

Sieben Vögel
Sieben Vögel
2006
Bronze
62 x 81 cm

Beschreibung

Gegen Ende seines Studiums der Bildhauerei bei Karl Hartung in Berlin setzt sich Günter Grass um 1955 intensiv mit dem Motiv der Vögel auseinander. In seinem literarischen Debüt, dem Gedicht- und Prosaband Die Vorzüge der Windhühner (1956), stehen Hühner und Vögel symbolisch für den menschlichen Geist und fungieren als Metapher für das kreative Schöpfertum. Bereits seine ersten Vogelplastiken sind schmale, anthropomorphe Wesen. In ihrer schlanken und filigranen Darstellung suggerieren die Laufvögel zwar die Möglichkeit, sich jederzeit in die Lüfte erheben zu können, bewahren jedoch zugleich Bodenhaftung und Erdverbundenheit. Das Motiv der Vögel als Hennen, Gänse, Schwäne oder als Metamorphosen zwischen Mensch und Tier – sogenannten Vogelfrauen – greift Grass im Laufe seines Schaffens und in den unterschiedlichen Medien und Techniken immer wieder auf. Er gestaltet diese literarisch und zeichnerisch sowie als Terrakotten in Vollplastik oder Relief.

Audio

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